UNTERFLURHYDRANT UFH 5000

UNTERFLURHYDRANT UFH 5000

Anwendung

Produktfamilie

Hydranten

Unterflurhydrant nach DIN EN 14339

Zwei Ausführungsvarianten:

  • Typ A = einfache Absperrung,
  • Typ AD = doppelte Absperrung

,

Erfüllt die Hygieneanforderungen nach KTW(UBA) und DVGW-Arbeitsblatt W270

DN80 PN10/16 mit Flanschanschluss nach DIN EN 1092-2

Betriebstemperatur bei neutralen Medien max. 40°C

Anwendungsbereich

Der Unterflurhydrant 5000 eignet sich besonders als Wasserentnahmestelle im Feuerlöschfall und zum Sicherstellen der Trinkwasserversorgung im Bedarfsfall.

Der Hydrant erfüllt den geforderten Durchfluss von min. 110m³/h und verfügt über eine selbsttätige Entleerung, die nach Gebrauch das im Hydranten zurückbleibende Wasser zügig ins Erdreich abführt. Zusätzlich verfügt der Hydrant über einen Schmutzfänger, der einen Schmutzeintrag von außen in die Rohrleitung verhindert.

Dieser Hydrant entleert sich nach der Nutzung selbsttätig mit einer Entwässerungszeit von ca. 4min/m.

Technisches Design

Typ A = Einfache Absperrung - RD =0,75 m 199425
Typ A = Einfache Absperrung - RD =1,00 m 199427
Typ A = Einfache Absperrung - RD =1,25 m 199429
Typ A = Einfache Absperrung - RD =1,50 m 199461
Typ A = Einfache Absperrung - RD =0,75 m 199462
Typ A = Einfache Absperrung - RD =1,00 m 199463
Typ A = Einfache Absperrung - RD =1,25 m 199464
Typ A = Einfache Absperrung - RD =1,50 m 199467
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =0,75 m 199470
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =1,00 m 199448
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =1,25 m 199449
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =1,50 m 199450
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =0,75 m 199501
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =1,00 m 199502
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =1,25 m 199503
Typ AD = Doppelte Absperrung - RD =1,50 m 199504

Merkmale

Materialien und Beschichtungen

Item Bezeichnung Werkstoff
1 Klauenkupplung EN-GJS-400-18 (GGG 40) + EPP*
2 Schmutzfänger EPDM
3 Vierkantschoner GT 3510 (verzinkt)
4 Spindel X20Cr13
5 Verschlussdeckel EN-GJS-500-7 (GGG 50) + EPP*
6 Dichtbüchse CuZn40Pb2
7 O-Ring EPDM
8 Dichtscheibe POM
9 Dichtscheibe CuZn37
10 Spindelmutter CuZn40Pb2
11 Druckrohr X5CrBi18
12 Ventilkegel EN-GJS-400-15 (GGG 40) + EPP*
13 Gehäuse EN-GJS-500-7 (GGG 50) + EPP*
14 Entwässerungsschutz MRS 80
15 Schutzdeckel EPDM
16 Metall-Weichstoff-Dichtung DIN 2960 NBR
17 Schwimmkugel (nur bei Typ AD) POM
18 Haltering MRS 80
19 Kugeldichtung Kunststoff

* GSK Epoxid Pulverbeschichtung, nach DIN EN 14901, RAL 5005 (blau) mit KTW- und W270-Prüfzeugnisse

** EPDM mit KTW-Prüfzeugnis und W270-Untersuchungsbericht

Unterflurhydrant_UFH_5000

Dimensionen und Maße

DN HC Rohrdeckung H2 Höhe Masse
mm m m kg
80 0,75 0,53 24,0*
1,00 0,75 29,0*
1,25 1,00 34,0*
1,50 1,25 38,5*

* die Ausführung außen EPP / innen Email ist 0,5kg schwerer

Unterflurhydrant_UFH_5000

Ausführungsvarianten

Rohrdeckung Beschichtung Beschichtung Artikel-Nr. Artikel-Nr.
m Außen Innen Typ A = Einfache Absperrung Typ AD = Doppelte Absperrung
0,75 EPP EPP 199425 199470
1,00 EPP EPP 199427 199448
1,25 EPP EPP 199429 199449
1,50 EPP EPP 199461 199450
0,75 EPP Email 199462 199501
1,00 EPP Email 199463 199502
1,25 EPP Email 199464 199503
1,50 EPP Email 199467 199504

Gebrauchsanweisung

Allgemeines

Die Hydranten Form A und AD können in einem Schacht oder im Erdreich montiert werden. Die Bedienung erfolgt mittels Schlüssel C-DIN 3223. Die Hydranten sind umfassend vor Korrosion geschützt. Die Wartungsfreiheit entbindet jedoch nicht davon, alle zwei Jahre eine Funktionskontrolle durchzuführen, gemäß DVGW-Arbeitsblatt W331, Abschn. 6.

Installation

Vor dem Einbau ist die Schutzkappe zu entfernen und der Hydrant als auch die Einbauteile auf hygienisch einwandfreiem Zustand zu kontrollieren sowie ggf. zu reinigen/desinfizieren.

Die Abdichtung zum Rohrleitungsflansch erfolgt mit der mitgelieferten Metall-Weichstoff-Dichtung DN 80, PN 16 nach DIN 2690 ohne zusätzliche Dichtung. Beim Einbau ist darauf zu achten, dass in der Anschlussleitung keine Steine von den Bauarbeiten vorhanden sind. Die Flanschverschraubungen sind gleichmäßig über Kreuz und mit 80 Nm anzuziehen. Montagespannungen sind zu vermeiden. Nach der Montage müssen die Hydranten gespült sowie eine Druck- und Funktionskontrolle vorgenommen werden.

Falls der Hydrant nicht im Schacht verbaut ist, darf erst nach erfolgter Druck- und Funktionskontrolle vorgenommen werden. Hierbei ist drauf zu achten, dass im Bereich der Entwässerung ein durchlässiges Kiesbett angelegt und das Füllmaterial lagenweise eingebracht und verdichtet wird.

Die Unfallverhütungsvorschriften und entsprechenden Einbaurichtlinien sind einzuhalten.

Inbetriebnahme

Klaue und Schutzdeckel von Schmutz befreien und erst dann Schutzdeckel abheben. Standrohr mit nach unten geschraubter Klauenmutter in die Klaue einführen und so lange nach rechts drehen, bis fester Sitz erreicht ist. Abgangsarmaturen bzw. Armaturen im Standrohr ganz öffnen, damit beim Öffnen des Hydranten die Luft entweichen kann. Durch Linksdrehen des Schlüssels Hydrantenabsperrung langsam vollständig öffnen bis zum deutlich spürbaren Anschlag, sowie Hydrant und Standrohr durch das ausströmende Wasser spülen bzw. reinigen. Abgangsarmaturen schließen und gegebenenfalls Schläuche ankuppeln. Abgangsarmatur am Standrohr öffnen und Entnahmemenge nur durch diese regeln.

Es ist zu beachten, dass: Bei Nichteinhaltung dieser Reihenfolge besteht die Gefahr der Trinkwasserverschmutzung.

Außerbetriebnahme

Abgangsarmatur schließen. Gegebenenfalls Schläuche abschrauben (Abkuppeln nach Druckentlastung). Durch gleichmäßiges Rechtsdrehen mittels Bedienungsschlüssel Hydrantenabsperrung vollständig bis zum deutlich spürbaren Anschlag schließen. Entleerung des Mantelrohres beobachten. Standrohr durch Linksdrehen aus der Klaue lösen. Schutzdeckel einsetzen.

Wartung

Der Unterflurhydrant 5000 ist wartungsfrei, dies entbindet jedoch nicht davon Funktionskontrollen durchzuführen. Der empfohlene Turnus liegt bei 2 Jahren, sollte jedoch ggf. nach den jeweiligen Betriebserfahrungen und anhand der Schadensstatistik entweder verkürzt oder verlängert werden.

Die folgenden Dinge sind bei einer Funktionskontrolle zu prüfen bzw. durchzuführen:

  • Leichte Beweglichkeit des Ventilkegels,
  • Unversehrtheit der Klauen komplett für den Standrohreinsatz,
  • Entleerung des Mantelrohres,
  • Vollständige Entleerung muss nach ca. 3 Minuten beendet sein. Sollte die Entleerung innerhalb eines angemessenen Zeitraumes nicht erfolgen, so ist die Entleerungsbohrung verstopft. Folgende Maßnahmen sind zur Behebung erforderlich:
    • Unterdrucksetzen des Mantelrohres mit Handpumpe bis max. 18 bar, falls dies zu keinem Erfolg führt
    • Freilegung des Hydranten

Die technischen Merkmale in diesem Dokument sind nicht bindend und können ohne vorherige Benachrichtigung aufgrund des kontinuierlichen technischen Fortschritts des Produkts geändert werden.

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